Unsere Gewässer

Auf dieser Seite stellt der Klettgauer Angelsportverein Tiengen e. V. seine Gewässer vor.

Die Rheinstrecke vom Kraftwerk Eglisau bis nach Waldshut und die wunderschönen Bäche sind der ganze Stolz des Klettgauer Angelsportvereins.

Die Wutach ist das Paradies für Fliegenfischer, eines der schönsten Gewässer im Südschwarzwald.

Erfahren Sie unten mehr über die einzelnen Gewässer inkl. einigen Bildern dazu.

 

Die Pegelstände unserer Gewässer

Aktuelle Pegelstände unserer Gewässer

 

Unsere Rheinlose

Die amtliche Rhein- Kilometrierung beginnt an der Rheinbrücke in Konstanz bei Kilometer 0,0.
Die vollen Kilometer werden auf einer weissen Tafel mit arabischen Ziffern, und die halben Kilometer auf einer weissen Tafel mit einem schwarzen Kreuz markiert.Von den 1320 km des Rheins können wir vom KASV  18 km befischen.
Unsere Rheinstrecke ist in Lose eingeteilt; die Lose 6, 6a, + 7 befinden sich in der Staustufe, 
die Lose 8 , 9 + 10 gehören zu den wenigen frei fliessenden Strecken des Rheins.

Die Staustufe beginnt am Krafterk Eglisau bei km 78.8 und endet am Kraftwerk Reckingen bei km 90.1

Die Fliessstrecke begint am Kraftwerk Reckingen bei km 90.1 und endet bei der Judenäule kurz vor Waldshut bei km 101.0
 

 

Unser Wutachlos 10

Die ca. 112 km lange Wutach beginnt ihren Weg ganz zaghaft beim Feldsee (östlich unterhalb des Feldberg auf 1111 M.ü.M), den sie alsSeebach verlässt. Sie durchfliesst nach ca. 12 Km den Titisee und wird dannGutach genannt, bis sie sich mit der Haslach (die südlich vom Titisee, nahe Lenzkirch entspringt) und dem romantischen Rötenbach, der von Norden kommt, zur Wutach vereinigt. Schon bald schäumt sie durch einen tiefen Graben, eine Schlucht, einen Canyon, steht (schon seit 1928) unter strengem Naturschutz und ist bei allen Naturfreunden berühmt. Denn in dieser Wutachschlucht halten sich vielerlei Pflanzen und Tierarten, die andernorts längst ausgestorben sind: Moose und Farne, Kräuter und Blumen. Es sind insgesamt 1200 seltene Arten - auch 30 verschiedene Orchideen. Über 100 Vogelarten leben hier, darunter Turmfalken, Rote Milane und Eisvögel.  500 Schmetterlingsarten  und mehr als 1000 Käferarten wurden festgestellt.

Ein Ausflug in die Wutachschlucht lohnt sich auf jeden Fall; ein Naturwunder!

Unsere wunderschöne "Fliegenfischer" Strecke an der Wutach ist ca. 4,6 km lang, vom Lauffenmühlewehr bis zur Mündung in den Rhein. 

 

Die Steina

Die Steina beginnt ihre 35½ km lange Reise unterhalb des Faulenfürster Eck, am Winterberg, auf einer Höhe von ca. 1035 MüM.
 

Sie fliesst entlang dem Steinatalweg und wenig später kommen das "Winkelbächle" und das "Hummelbächle" dazu. An Sommerau vorbei, mäandert sie an der Walkenmühle in der Nähe von Bonndorf, bei der Steinsäge durch, wo auch das "Sparenbächle" dazu kommt. Weiter am Sägeweg und Wolfshaldeweg entlang bis auch der "Erlenbach" hinein fliesst.
Diverse kleinere und grössere Bäche kommen weiter unten dazu; wie das "Tunznaubächle", der "Edelbach", der "Andelbach", der "Haldenbach", an der Jllmühle vorbei, durch die schöne Steinahalde, an Ober - Unter - und Endermettingen vorbei, bis sie durch Detzeln rauscht.

An der Gemarkungsgrenze Detzeln / Tiengenbeginnt dann "unser" Fischereiteil. Die letzten ca. 1,7 km, bis in die Wutach, dürfen, mit der entsprechenden Karte, mit Wurm, Löffel oder Fliege befischt werden. Ein einmalig schönes Gewässer, bei dem allerdings in Regenarmen Sommern, mit Austrocknung zu rechnen ist.

 

Die Schlücht

Die "Schlücht" beginnt ihre 28½km lange Reise einige hundert Meter nördlich des Naturschutzgebietes "Schlüchtsee", (nahe Grafenhausen) den sie auf ca. 910 MüM. zunächst durchfliesst. Kurz nach Grafenhausen kommt von links der "Riegelbach" dazu, bevor die Schlücht eine 90° Rechtskurve macht. Sie fliesst dann an der "Schlüchtmühle" vorbei, zur "Tannenmühle" mit der hauseigenen grossen Fischzuchtanstalt, dem Schlüchttalweg entlang, bis das "Hirschbrunnenbächle" von rechts und der "Rötelbach" von links dazu kommen. Weitere Punkte sind die Igelschlatter Säge und das Städtle Birkendorf. Der "Schwärzwiesenbach", der "Finsterbach" und mitten in Ühlingen der "Schelgenbach" sind weitere Gewässer, welche in die Schlücht fliessen.

Aus dem "Mettma" Stausee kommt sie und gemeinsam mit dem "Sägenbächle", bilden sie die "Mettma", welche zusammen mit der "Schlücht" den Schlüchtdurchbruch geschaffen haben. Wild und schön!

Die "Schwarza", eigentlich aus dem "Schluchsee" kommend, wird durch den "Schwarza Stausee" sowie durch das Staubecken Witznau gezähmt und fliesst beim Dörfchen Witznau in die Schlücht.

Die "Schlücht" mäandert mehr oder weniger über die ganze Strecke frei! Bis sie dann unterhalb der Kläranlage "Schlüchtwiesen" in die Wutach mündet.

Im Sommer / Herbst ist die Schlücht im untersten Teil praktisch ganz zugewachsen

Unser Fischereilos beginnt unterhalb Gurtweil bei den Badenwerken und endet nach ca. 1,7 km mit der Mündung in die Wutach. Angeln mit Zapfen, Blinker und Fliege, auf Bach- und Regenbogenforelle aber auch Aal und gelegentlich Alet (Döbel) sind möglich.

Bemerkenswert: Die Forellen haben eine ganz dunkle Farbe.

Warum keine Äschen in die Schlücht aufsteigen ist ein Rätsel.

 

Fischereibestimmungen

Allgemeine Bestimmungen

(ersetzen nicht die detaillierten Fischereibestimmungen in den Jahreskarten oder Tageskarten)

1. Die Karte hat nur Gültigkeit in Verbindung mit einem gültigen deutschen Jahresfischereischein. Angelkarte und Fischereischein sind Kontrollorganen auf Verlangen vorzuzeigen.

2. Die an das Fischwasser angrenzenden Grundstücke, die für den Verkehr nicht freigegeben sind, dürfen nicht befahren werden.
Für angerichteten Flurschaden haftet in jedem Fall der Verursacher.
Eingefriedete Grundstücke dürfen ohne Zustimmung des Eigentümers nicht betreten werden. Den Anordnungen der Kontrollorgane ist Folge zu leisten.

3.1 Rheinlose: es sind 2 Handangeln vom Ufer aus erlaubt.

Der Tagesfang an Edel- oder Gutfischen (alle Salmoniden, Hecht, Zander, Karpfen, Schleie) darf insgesamt 5 Stück nicht übersteigen, darunter höchstens 3 Forel­len/Äschen und 2 Hechte oder 2 Zander bzw. je einen Hecht und einen Zander. Welse, sowie nicht heimische Fischarten sind aus hegerischen Gründen grundsätzlich zu entnehmen.

3.2 Wutachlos 10: Erlaubt ist das Fischen mit einer Handangel und einfachem Schonhaken: Trockenfliege, Nassfliege oder Nymphe  bis max. Hakengrösse 10

und bis 20 mm Schenkellänge. Streamer und Blinker sind verboten.

Neu: Beschwerungen jeglicher Art am Vorfach sind verboten, ebenso Sinkschnüre und Sinkvorfächer.

Sämtliche gebräuchlichen Bissanzeiger(Sichthilfen) bis max. 15x7mm sind erlaubt.

Der Fang ist auf 2 (zwei) Edelfische begrenzt.

4. Es darf gefischt werden: eine Stunde vor Sonnenaufgang bis eine Stunde nach Sonnenuntergang. Der Aal hat im Rhein ganzjährige Schonzeit. In den Rheinnebenflüssen ist das Fischen auf Aal bis 24.00 Uhr, in der Sommerzeit bis 01:00 Uhr erlaubt.
Es ist untersagt die Fischerei gewerbsmässig zu betreiben und gefangene Fische zu verkaufen.

5. Markierte Fische sind unter Angabe der Fischart, Länge, Gewicht, der Markenfarbe
und ggf. der Nummer schnellst möglich dem zuständigen staatl. Fischereiberater zu melden.

6. Bei Verstoss gegen die vorstehenden Bestimmungen oder gegen die gesetzlichen Vorschriften kann die Karte sofort und ohne Entschädigung entzogen werden.
Strafanzeige bleibt vorbehalten.

7. Der Angler übt die Fischerei auf eigene Gefahr aus. Für den Zustand des Gewässers und der Ufer wird keine Gewähr übernommen.

8. Der Inhaber der Angelkarte verpflichtet sich seine Fangergebnisse nach Fischart, Grösse und Gewicht aufzuzeichnen. Das Fangergebnis ist in die Fangmeldung einzutragen und diese nach Ablauf der Gültigkeit dieser Karte der ausgebenden Stelle unverzüglich zurückzugeben. Die Ausstellung einer neuen Karte wird von der Rückgabe der Fangstatistik abhängig gemacht.

9. Personen, die das 10. aber noch nicht das 16. Lebensjahr vollendet haben, dürfen die Fischerei nur unter Aufsicht eines mindestens 18 Jahre alten Inhabers eines gültigen Jahresfischereischeines ausüben.

10. Es gelten die gesetzlichen Bestimmungen für Schonzeiten und Mindestmasse.

Schonzeiten und Schonmasse Wutach und Rhein lt. Anlage

 

Unsere Fischarten

Zurzeit gibt es im Rhein ca. 36 Fischarten. Für den Angler gibt es jedoch meist nur eine Handvoll Fische, die auch als Zielfisch bzw. Speisefisch in Betracht kommen.
Einige davon, welche nicht nur im Rhein, sondern auch in der Wutach, Steina und Schlücht vorkommen, sind unten zu sehen.
Wenn zu den einzelnen Fischarten mehr Informationen gewünscht werden, dann klicken sie auf das Bild, um diese zu erhalten.

 

Fisch des Jahres

Dreistachliger Stichling ist Fisch des Jahres 2018

 
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14.11.17 Mit dem Dreistachligen Stichling (Gasterosteus aculeatus) fällt die Wahl auf eine besondere Kleinfischart, die vor allem aufgrund ihres charakteristischen Aussehens und einzigartigen Brutverhaltens zu den bekanntesten heimischen Fischarten gehört. Der Dreistachlige Stichling ist eine von vielen Fischarten, die ein außergewöhnliches Laichverhalten zeigen. Auch jährliche Laichwanderungen gehören dazu.

Gewählt wurde er vom Deutschen Angelfischerverband e.V. (DAFV) gemeinsam mit dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) und in Abstimmung mit dem Verband Deutscher Sporttaucher e.V. (VDST). Mit der Wahl zum Fisch des Jahres wollen DAFV, BfN und VDST zeigen, dass auch Kleinfischarten wie der Dreistachlige Stichling besondere Aufmerksamkeit verdienen.

Sie wollen deutlich machen, dass sich hinter Fischarten wie dem Dreistachligen Stichling einzigartige Lebens- und Verhaltensweisen verbergen und damit den Blick für die vielen Besonderheiten unserer heimischen Fischfauna schärfen.

Mit einer durchschnittlichen Gesamtlänge von fünf bis acht Zentimetern gehört der Dreistachlige Stichling zu den kleinsten heimischen Süßwasserfischen. Seine Verbreitung reicht von den küstennahen Gewässern bis in den alpinen Raum. Es wird zwischen einer stationären Süßwasserform und einer wandernden Form unterschieden, die jährlich aus ihren marinen küstennahen Lebensräumen zum Laichen in die Unterläufe der Flüsse zieht. Im Salzwasser halten sich Dreistachlige Stichlinge insbesondere im Schutz ufernaher Unterwasserpflanzen auf. In den Binnengewässern werden pflanzenreiche Flachwasserzonen in Seen bzw. langsam fließende sommerwarme Fließgewässer bevorzugt.

Der als Schwarmfisch lebende Stichling verändert sein Verhalten zur Laichzeit grundlegend. Die Männchen suchen dann im ufernahen Flachwasser Brutreviere und verteidigen sie vehement gegenüber Artgenossen. Auch das Erscheinungsbild ändert sich. Die Brust färbt sich rot, der Rücken blaugrün und die Augen funkeln silberblau. Mit diesem „Hochzeitskleid“ signalisieren sie den Weibchen ihre Fruchtbarkeit. Innerhalb kurzer Zeit baut das Männchen aus Pflanzen- und Algenmaterial ein Nest auf dem Gewässerboden. Nähert sich nach vollendetem Nestbau ein laichbereites Weibchen, lockt das Männchen es mit ruckartigen Bewegungen, dem so genannten „Zick-Zack-Tanz“ ins Nest, wo es zur Eiablage kommt. 
Nachdem das Weibchen das Nest verlassen hat, schwimmt das Männchen ins Nest und befruchtet die Eier. Das Weibchen verlässt das Revier und das Männchen übernimmt die Brutpflege. Mehrere Wochen beschützt das Männchen die Jungfische, bis mit zunehmender Größe der Jungfische der Pflegetrieb des Männchens langsam erlischt, und es seine auffälligen Körperfärbungen wieder verliert. Das auffällige Balzverhalten des Stichlingmännchens mit den nachfolgenden Instinktbewegungen von Männchen und Weibchen haben den Stichling zu einem einzigartigen Untersuchungsobjekt für die Verhaltensbiologie gemacht.

Gemeinsame Pressemitteilung des Deutschen Angelfischerverbandes e.V. (DAFV), des Verbandes Deutscher Sporttaucher e.V. (VDST) und des Bundesamtes für Naturschutz (BfN):

Faltblatt zum dreistachligen Stichling als PDF-Datei
Poster zum dreistachligen Stichling als PDF-Datei